Siäpro dat Dörpken up de Hööcht:

Veröffentlicht von Björn (Admin) am 20 Aug 2014
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Ein bißchen Platt muss erlaubt sein. Nicht dass ich für mich beanspruchen würde es sprechen zu können, aber zumindest zum Teil kann ichs verstehen.
Endlich hatte ich mal Heimspiel und alle anderen nur Auswärtsspiel. Der Abend verlief zuerst eher schleppend, was etwas irritierte, aber sicherlich an der Grundeinstellung der Ureingeborenen zum Rosenfest liegt... kann man nicht ahnen, muss man wissen:


Der gemeine Homo Erectus Seppenradensis (Ur-Seppenrade) hat ja eine Mission mit einem festgelegten Rahmenprogramm, dass es zu absolvieren gilt!
Samstags wird bei lockerem Vorglühen, dass mühelos in eine bierträchtige Atmosphäre umschlägt, auf dem Kirchplatz gefeiert und getanzt während sich das junge Gemüse im Rosengarten die Seele aus dem Leib zappelt.
Nach der Rückkehr am frühen Sonntagmorgen wird eine Erholungsphase eingeräumt die möglicherweise jäh durch das Einsetzen von Musik (je nach Entfernung zum Kirchplatz) unterbrochen wird. Im Angesichte des vorangegangenen Abends wird üblicherweise ein nachmittäglicher Zwangsspaziergang verordnet, damit man mal vor die Tür kommt und die Kinder ne Runde aufs Karussell kommen.
Die Harten bleiben gleich und machen dann das gesamte Sonntagsprogramm mit um den Abend mit einer Hopfenkaltschale zu beschließen.


Dann kommt der Montag, der Tag für die lokale Bevölkerung, der mit einem großen Höhenfeuerwerk den offiziellen Schlusspunkt setzt. Soweit die Theorie...
Zunächst geht es natürlich darum am Montag möglichst alle Wertmarken zu nutzen, die man Samstags in vorauseilendem Gehorsam für die "nächste Runde" beschafft hat. Logisch dass man da keine Hand frei hat um der Band zu signalisieren, dass sie wargenommen wird
Einen schönen Gruss an dieser Stelle, an die Mädels vorm Bierwagen, die schon leichte rhythmisch angepasste Bewegungen andeuteten. So wussten wir, dass zumindest zugehört wird.


Dann: DER UMBRUCH
Pünktlich um 22:00 sollte wie üblich das Feuerwerk starten. Aufgrund der nicht zur Verfügung stehenden Kollegen, mussten letztendlich die beiden vor Ort aktiven Freunde und Helfer, die Straße im Abschussbereich selbst absperren damit es endlich losgehen konnte. Nach dem grossen Endknall gab es - Applaus! - also waren Hände vorhanden!


Mit Beginn des zweiten Sets war alles anders! Das heilende Feuerwerk hatte aus der in Trinkwut erstartten Masse eine Partygemeinde gemacht, die ab diesem Zeitpunkt stetig zulegte... und wir dachten schon es würde so locker weitergehen. Weit gefehlt!
Bis zum erlaubten Spielende von 2:00 Uhr morgen ging die Party ab und selbst danach sollte es einige "komm, noch ein Liedchen" geben. Leider nichts mehr zu machen...


Auch als jemand der grundsätzlich die lokalen Begebenheiten kennt, mutet es aufgrund der Routine bei anderen Veranstaltungen doch etwas seltsam an, wie spät und wie komplett sich der Charakter der Veranstaltung wenden kann. Wie angedeutet: Grundsätzlich kann ichs schon nachvollziehen...


Guat goahn!

: 19 Aug 2014 22:24

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